Einführung

Die Stadt Essen macht immer wieder von sich reden. Früher als „Kohle- und Kruppstadt“ bekannt und teilweise auch verschrien, wurde die Ruhrpott-Metropole schon bald zum Standort des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein. Das Industriedenkmal steht für die bewegende Geschichte des gesamten Ruhrgebiets während seiner etwa 100 Jahre anhaltenden Vorherrschaft in der Montanwirtschaft und dem dramatischen Ausgang der Kohlenkrise. Essen scheint das Beste aus dem Strukturwandel gemacht zu haben: Neben einem nach wie vor stark aufgestellten industriellen Kern sind beeindruckende 84% der Beschäftigten im Dienstleistungssektor tätig. Neuwertige Technologie- und Businessparks, ausgedehnte Gewerbeflächen und traditionsreiche Industriegebiete bestimmen neben einem verdichteten Kern, aufgelockerten Wohngegenden, dörflich anmutenden Stadtrandteilen sowie einem idyllisch begrünten Süden das Landschaftsbild. Dank der erfolgreichen Befassung mit  Nachhaltigkeits- und Umweltschutzthemen wurde Essen zuletzt als „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ prämiert. Die Messe am Grugapark, der innenstadtnahe Hochschulcampus der Universität Duisburg-Essen und das neugestaltete Westviertel mit dem beeindruckenden Krupp-Quartier sind weitere Faktoren, die Essen zu einer ökonomisch prosperierenden Stadt machen.

Die 589.145 Einwohner (Stand: Dezember 2016) verteilen sich auf neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile. Während der Norden Richtung Oberhausen, Bottropp und Gelsenkirchen eher gewerblich und infrastrukturell geprägt ist, wird es jenseits der A52 im Süden erstaunlich ruhig und naturnah. Obwohl klassisch-historische Sehenswürdigkeiten wie mittelalterliche Kirchen und Prunkbauten weitgehend fehlen, zieht Essen jährlich 693.000 Gäste an, die insgesamt 1,4 Millionen Übernachtungen realisieren – damit schafft es die Stadt noch in die Top 20 der meistbesuchten deutschen Städte.

Die Büros in Essen sprechen aufgrund der diversifizierten Wirtschaftsstruktur ein breit gefächertes Publikum an. Ob Sie im Bau- und Wohnungswesen, in der Kreativ- und Medienwirtschaft, im Technologie- und Innovationsbereich, in der Stahlindustrie, im Kreditwesen oder in der Unternehmensberatung tätig sind: Essens Büros vereinen eine zentrale Lage innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr inklusive schneller Erreichbarkeit umliegender Business-Zentren mit den Vorteilen eines wirtschaftlich aufblühenden Standorts, der Hauptsitz mehrerer Wissenschafts- und Bildungsinstitutionen sowie zahlreicher Global Player und international agierender Mittelstandbetriebe ist.

Geschichte

Die Stadt geht auf einen um 845 gegründeten Stift, der eine Art Wohn- und Bildungsstätte für die Töchter des sächsischen Adels war, zurück. Eine Klosterschule und eine Kirche, auf deren Fundamenten das heutige Münster steht, kamen schon wenige Jahre später hinzu. Im Jahr 1003 wurde Essen erstmals als Stadt erwähnt und knapp 40 Jahre später erhielt der Ort das Marktrecht. Mehr als 3.000 Höfe zwischen Mittelrhein und Westfalen gehörten dem unter verschiedenen Äbtissinnen geführten Stift an, der bis 1803 Bestand hatte. Im Jahr 1244 errichtete man rund um den Altstadtkern eine Mauer und die Essener Einwohner entwickelten zunehmend ein Bürgerbewusstsein. In der Folge stritten das Stift und die Stadt viele Jahrhunderte um die Vorherrschaft in der Region. Das erste Kohlebergwerk entstand übrigens im Jahr 1450.

1811 gründete Friedrich Krupp in seiner Heimat die Krupp Gusstahlfabrik und leitete damit die Essener Ära der Industrialisierung ein. Der wachsende Bedarf an Arbeitskräften und Arbeitsfläche sorgte für eine rege Zuwanderung und eine beeindruckende flächenmäßge Expansion der Werksanlagen, die bald das Zehnfache der Altstadtfläche einnahmen. Der Ausbau des Eisenbahnsystems und der Boom des Kohlebergbaus waren eng mit dem Aufstieg der Kruppschen Gusstahlfabrik zum Weltkonzern verbunden. Ab Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich zunehmend Behörden, Kommunalverwaltungen, kulturelle Institutionen sowie Bildungseinrichtungen in der Stadt an. Durch die folgenden Eingemeindungen wähnte sich Essen bald als größte Stadt des Ruhrgebiets mit weit über 600.000 Einwohnern. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs standen sowohl die Innenstadt als auch die Kruppwerke, die sich als überaus aktive Waffenschmiede einen Namen gemacht hatte, unter Beschuss. Nach der kurzen Euphorie des schnellen Wiederaufbaus leitete der Strukturwandel eine erneute Krise ein. Zwischen 1959 und 1986 wurden alle Zechen stillgelegt und Essen verlor Tausende Arbeitsplätze. Die berühmte Zeche Zollverein schloss als letzte Bergbaueinrichtung ihre Pforten. Allerdings gestaltete Essen bereits seit den 70er Jahren den Wandel gezielt mit: Die Stadt bemühte sich um die Stärkung des Handels und der Kulturwirtschaft, die Diversifikation ihrer Wirtschaftsstruktur sowie die Herausbildung eines modernen Dienstleistungssektors.

Infrastruktur

Vier Autobahnen verlaufen durch das 210km² große Stadtgebiet: Die am südlichen Altstadtrand vorbeiführende A40 (quasi die Nord-West-Verbindung des Ruhrgebiets), die darin mündende A52 aus Richtung Düsseldorf, die an den Süden heranführende A44 sowie die den Norden streifende A42. Als bedeutende Nord-Süd-Achse erweist sich die Bundesstraße B224, die an der Universität Duisburg-Essen, am Westrand der Altstadt und nahe der Messe vorbei verläuft. Die Büros im beliebten Südviertel rund um den Stadtgarten und die Philharmonie genießen eine optimale Anbindung an die A40, A52 und B224. Generell besitzen die Büros in der Nähe der Essener Schnellstraßen den großen Vorteil, dass Sie umliegende Großstädte, Häfen, Messe- und Kongresszentren, Airports und sonstige attraktive Businessorte schnell erreichen. Ins Duisburger Zentrum sind es z.B. nur 10 Fahrtminuten. Nach Düsseldorf brauchen Sie maximal 40 Minuten, Dortmund erreichen Sie innerhalb von einer halben Stunde und ins idyllische Wuppertal sind es circa 35 Minuten.

Ebenso genießen Sie eine gute Anbindung an die Zentren der Rhein-Ruhr-Region mittels ICE, IC und Regionalbahn. Der Essener Hauptbahnhof liegt zwischen dem südlichen Stadtkern und der A40 am Rande des Südviertels. Auf Ihrem Weg in die restlichen Regionen Deutschlands passieren Sie in den meisten Fällen die Hauptbahnhöfe von Köln oder Dortmund. Auf regionaler Ebene verkehren Züge nach Oberhausen, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum, Hattingen, Velbert und Mülheim an der Ruhr. Das ÖPNV-Netz besteht aus drei U-Bahnlinien, acht Trambahnlinien sowie knapp 50 Buslinien. Die Büros rund um den Hauptbahnhof, das Rathaus und den Berliner Platz im geschäftigen Stadtkern sind dank der wohlgeplanten Verkehrsführung einwandfrei mit dem ÖPNV zu erreichen: Hier halten die meisten der aus allen Himmelsrichtungen kommenden U-Bahn- und Trambahnlinien. Einige der Linien führen sogar direkt bis nach Mühlheim oder Gelsenkirchen jenseits des Rhein-Herne-Kanals. Der dörflich anmutende Nordwesten, in dem Sie Büros in ruhiger Lage und gemütlicher Atmosphäre vorfinden, ist mittels der Trambahnlinien 103 und 105 an die City angeschlossen. Bredeney im waldreichen Süden ist die Endhaltestelle der Linien 107 und 108.

Der Flughafen Essen/Mühlheim an der A52 dient ausschließlich dem Betrieb von Hubschraubern und privaten Kleinflugzeugen mit maximal 30 Passagieren. Der nächstgelegene internationale Flughafen befindet sich in Düsseldorf, etwa 30 Minuten Fahrt von Ihrem Büro in der Essener Innenstadt entfernt.

Umkreis

Wenn Sie als aufstrebendes Kleinunternehmen oder expandierender Mittelstandsbetrieb nach einer passenden Lokalität suchen, stehen Sie oftmals vor der Frage: „Büro oder Business Center“? Während Business Center vor allem für kurzfristige bzw. spontane Ansiedlungen und budgetlimitierte Start-Ups vorgesehen sind, eröffnen konventionelle Büros unglaublich viele Entfaltungsmöglichkeiten für all diejenigen Unternehmen, die bereits eine gewisse Stabilität und Kontinuität genießen. In der durchorganisierten, kreativen, technologisierten und leistungsorientierten Welt von heute – der digitalen Ära – sind Büros als Entscheidungszentren der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Der stetige Bedeutungszuwachs des Dienstleistungssektors und das rege, vielfach geförderte Gründertum sind nur zwei Ursachen dafür, dass die Büromärkte in deutschen Großstädten seit vielen Jahren am Boomen sind. Langfristige Mietverträge und die Möglichkeit zur individuellen Einrichtung und Ausstattung verleihen konventionellen Büros den Charakter eines permanenten Arbeitsplatzes und Firmenstandorts – Ihr Unternehmen wird sich schließlich mit der Lokalität identifizieren und gemeinsam mit ihr wachsen. Umso wichtiger ist es, den Standort Ihres Büros an Ihre Bedürfnisse, Vorlieben und Zukunftspläne anzupassen.

Essens Architektur spiegelt den ab den 60er Jahren vorherrschenden Bauboom und Wandel zur Dienstleistungsmetropole wider. Moderne City-Gebäude, die einen nachhaltig urbanen Flair verbreiten, zählen neben einer praktischen Raumaufteilung, lichtbringenden Glasfronten und einem ansprechenden Innendesign zu den Merkmalen der Essener Büros. Von den oberen Stockwerken aus genießen Sie einen Blick über die Stadtsilhouette und können das Geschehen auf der Straße zu jeder Tageszeit mitverfolgen. Abseits der Innenstadt und der großen Industrie- und Gewerbegebiete (wie z.B. Bergeboreck im Norden) genießen Sie ein nahezu dörfliches Ambiente mit familiärem Wohnsiedlungscharakter und weitläufigen Grünflächen, die zum Feierabendspaziergang einladen.

Essens Einzelhandelszentrum innerhalb der Altstadt umfasst die Limbecker Straße als breite Ost-West-Achse zwischen zwei Einkaufszentren sowie die südlich davon abgehende Kettwiger Straße. Die seit 1979 bestehende Rathaus-Galerie am Ostende der Einkaufsmeile wurde 2008 umgebaut und beherbergt heute rund 60 Geschäfte und Restaurants. Der 2009 fertiggestellte Limbecker Platz am gegenüberliegenden Ende bietet auf einer Verkaufsfläche von 70.000m² 200 Läden, die täglich über 51.000 Besucher anlocken. Während sich entlang der Limbecker Straße vorwiegend Marken- und Modegeschäfte finden lassen, gesellen sich Richtung Süden vermehrt Gastronomiebetriebe und Bankenfilialen dazu. Innovative Gastronomiekonzepte mit großflächigen Außenplätzen erleben in Essen derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung, wie z.B. rund um den Hirschlandplatz und den Kennedyplatz zu beobachten ist.
Eine weitere beliebte Einkaufs- und Ausgehmeile ist die etwa 2km lange Rüttenscheider Straße, die parallel zur B224 im südlichen Stadtgebiet verläuft.  

 

Essen weist derzeit 38 Gewerbestandorte auf, die sich hauptsächlich nördlich und östlich des Altstadtrings konzentrieren. Die größten davon sind:

  • Industrie- und Gewerbeareal econova in Bergeborbeck (152 ha)
  • Emil-Emscher-West in Vogelheim (80 ha)
  • Gewerbegebiete Brauck in Bergeborbeck (76 ha)
  • Krupp-Gürtel in Westviertel (70 ha)
  • Ernestine in Schonnebeck/Frillendorf (62 ha)
  • Emil-Emscher-Ost in Altenessen-Nord (50 ha)
  • Industriepark Ruhrglas in Karnap (50 ha)
  • Technologie- und Gewerbepark Münchener Straße in Holsterhausen (45 ha)
  • M1 Büro- und Gewerbepark in Altenessen-Süd (44 ha)

Kaufkraft

Essens Arbeitsmarkt ist im ruhrgebiet-weiten Vergleich am stärksten aufgestellt: Mit über 230.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, wovon 55% eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und 16% einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss besitzen (weitere 16% machten keine Angabe), stellt Essen Dortmund, Duisburg und weitere Verwaltungskreise in den Schatten. Bedeutende Pendlerzuströme genießt die Stadt vor allem aus den benachbarten Orten Herne, Mühlheim an der Ruhr und Gelsenkirchen; aber auch aus Richtung Bottrop, Oberhausen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis besteht ein klarer Überschuss an Einpendlern. Mit einem Kaufkraftindex von 98,2 liegt Essens Kaufkraft über dem Durchschnitt anderer Städte aus dem Ruhrgebiet, aber unter den Werten von Düsseldorf und Köln. Die innerhalb vergangener Jahre leicht angestiegene Kaufkraft ist jedoch nur ein Faktor bei der Bewertung Essens als Unternehmer- und Einzelhandelsstandort. Ebenso wichtig ist die Zentralitätskennziffer, die anzeigt, wie hoch die Anziehungskraft von Essen als Oberzentrum auf potentielle Käufer und Kunden im Umland ist. Dieser Wert liegt bei derzeit 116 und verzeichnet seit mehreren Jahren ein erfreulich positiven Trend.

Seit 2011 wächst Essens Bevölkerung wieder kontinuierlich an. Als Folge des Strukturwandels und des damit einhergehenden Arbeitsplatzabbaus war die städtische Einwohnerzahl jahrzehntelang von einer negativen Entwicklung betroffen gewesen – auch die niedrige Geburtenrate führte dazu, dass Essen 1999 auf unter 600.000 Bürger sank. Die Marke könnte allerdings in einigen Jahren wieder geknackt werden – wie in anderen Regionen Deutschlands auch, ist der Zustrom von Ausländern hauptverantwortlich für diese Entwicklung. Mittlerweile verzeichnet Essen einen Ausländeranteil von 15,3 %. Weitere 9,5 % tragen die doppelte Staatsangehörigkeit. Dieser Trend hin zur multikulturellen Vielseitigkeit bringt neben den bekannten Herausforderungen auch zahlreiche Vorteile und Chancen mit sich – z.B. hinsichtlich des demographischen Wandels oder des Arbeitskräftemangels in nicht-akademischen Berufen. Die Einwohner nicht-deutscher Abstammung konzentrieren sich vor allem im Stadtkern, in den innenstadtnahen Bereichen drumherum sowie in den nördlichen, von Industrie und Gewerbe geprägten Gebieten wie Altenessen-Süd und Bergeborbeck. Die südlichen Bezirke weisen zwar sehr niedrige Ausländeranteile, dafür jedoch ein generelles höheres Durchschnittsalter auf.

Neben 20 Berufskollegs mit insgesamt mehr als 21.000 Schüler und Schülerinnen besitzt Essen mehrere Hochschulen mit insgesamt etwa 30.000 Studierenden: Die Universität Duisburg-Essen mit dem Universitätsklinikum Essen, die Folkwang Universität der Künste, die FOM Hochschule für Ökonomie und Management, die eufom European School for Economics & Management und die Hochschule der bildenden Künste.

Parkmöglichkeiten

Wenn Sie während Ihres Arbeitsalltag schnell von A nach B gelangen wollen und kurzfristige Termine wahrnehmen müssen, können Sie Ihr Auto auf den öffentlichen, mittels Parkscheinautomaten bewirtschafteten Stellplätzen parken. Im Kernbereich der City zahlen Sie bei einer Höchstparkdauer von 90 Minuten 0,30-0,50 € pro angefangene 15 Minuten. Im erweiterten Citybereich und in den Kernzonen der größeren Stadtteilzentren müssen Sie mit Kosten von 0,10-0,20 € pro angefangene 15 Minuten rechnen.

Für längere Aufenthalte in den Essener Büros finden sich rund um den Altstadtkern Parkhäuser und Tiefgaragen mit angemessenen Preisen, wie z.B.

Huyssenallee/Freiheit                               (450 Stellplätze)                                                              1,80 €/h, max. 15 €
Am Hauptbahnhof                                    (742 Stellplätze)                                                             1,80 €/h, max. 15 €
Akazienallee                                             (510 Stellplätze)                                                             1,50 €/h, max. 10 €
Am Deutschlandhaus                                (410 Stellplätze)                                                             1,20 €/h, max. 12 €
Ostfeldstraße                                           (520 Stellplätze)                                                                  1 €/h, max. 3 €
Am Weberplatz                                        (400 Stellplätze)                                                                  1 €/h, max. 10 €
Am Rathaus                                             (550 Stellplätze)                                                                  1 €/h, max. 9 €
Am Porscheplatz                                       (490 Stellplätze)                                                                  1 €/h, max. 9 €

                                                                                                                                      
Eine räumliche und preisliche Übersicht zu den Parkmöglichkeiten rund um die Büros in Essen erhalten Sie hier.

Projekte und Stadtentwicklung

Essens wachsende junge Bevölkerung hat einen steigenden Bedarf an Kindertagesstätten, Schulen und familiengerechten Wohnungen zur Folge. Dementsprechend konzentrieren sich die meisten städtischen Bauprojekte darauf, KiTas, Bildungsanstalten und sonstige Einrichtungen für Kinder und Jugendliche neu zu bauen, auszubauen und zu sanieren. Der allgemeine Sanierungsbedarf in Essen erschließt sich daher, dass weit mehr als 70% der Wohngebäudesubstanz zwischen 1949 und 1978 oder sogar noch davor entstand. Im ländlichen Stadtrandbereich entstehen derzeit Wohnparks mit Doppel- und Reihenhäusern, während sich die innenstadtnahen Brachflächen zu zukünftigen Standorten hocheffizienter Quartiere wandeln. 2016 wurden insgesamt 267 Neubau-Wohnungen fertiggestellt und weitere 353 genehmigt. Modernste Hotel- und Bürokomplexe sowie prestigeträchtige Firmenzentralen und Verwaltungssitze, z.B. von RAG, Aldi Nord und der Funke Mediengruppe, sind ebenfalls Teil der dynamischen Stadtentwicklung.

Im Hinblick auf die Auszeichnung “Grüne Hauptstadt Europas 2017” will die Stadt Essen neue Erholungsflächen und Grünkorridore anlegen, bestehende Flächen aufwerten und das naturnahe, umweltbewusste Leben der Bevölkerung fördern. Im Rahmen des Projekts “ESSEN.Neue Wege zum Wasser” fand auch ein Ausbau des innerstädtischen Radwegenetzes statt. Der Krupp-Gürtel ist Essens derzeit bedeutendstes Stadtentwicklungsprojekt. Auf der 230ha großen Fläche im Westviertel, die zwischen 1945 und 2007 brach, lag und größtenteils unzugänglich war, entsteht seit mehreren Jahren ein Stadtteilbereich mit hochwertigen Büro- und Gewerbestandorten sowie Wohn- und Grünflächen. 2010 eröffnete hier das neue Hauptquartier der ThyssenKrupp AG. In dem ein Jahr zuvor eingeweihten Nordteil des Krupp-Parks schlängeln sich Rad- und Spazierwege an einem See, Wiesen und neu gepflanzten Baumreihen vorbei. Der südliche Teil befindet sich derzeit in der Umgestaltung. Für den Entwicklungsbereich Krupp-Gürtel Nord wurde bereits ein Masterplan erstellt, der für die nächsten 15 Jahre die Entwicklung eines Büro- und Gewerbegebiets mit zentralem Park und gemischt genutzten Teilbereichen vorsieht.

Wirtschaft und Unternehmen

Essen ist ein herausragendes Entscheidungszentrum der deutschen Wirtschaft und Sitz mehrerer Global Player sowie umsatzstarker, DAX-gelisteter Unternehmen. Die Stadt selbst definiert sich als Hightechmetropole, Universitäts- und Messestadt, Grüne Metropole, Kulturhauptstadt Europas sowie als allgemeines Medien-, Handels- und Dienstleistungszentrum.

Der Hauptverwaltungssitz der Firma ThyssenKrupp hat eine lange Tradition und ist sehr eng mit der Essener Geschichte verknüpft. Das 1999 fusionierte Unternehmen zählt einen Umsatz von knapp 40 Milliarden Euro pro Jahr. Mit über 160.000 Mitarbeitern ist ThyssenKrupp gleichzeitig der größte Arbeitgeber im Ruhrgebiet. Auch Hochtief (>80.000 Mitarbeiter), RWE (>66.000 Mitarbeiter), Aldi Nord (>53.000 Mitarbeiter), Deichmann (>35.000 Arbeitnehmer) und Evonik Industries (>33.000 Arbeitnehmer), die allesamt ihren Sitz in Essen haben, befinden sich innerhalb der Top 10. 2017 nimmt Essens Bedeutung als Konzernstandort weiterhin zu, da sowohl E.ON als auch Brenntag ihren Hauptsitz hierher verlegen. Damit beheimatet Essen bereits acht der 100 umsatz- und renditestärksten Wirtschaftsakteure Deutschland: E.ON, RWE, ThyssenKrupp, Aldi Nord, Hochtief, Schenker, Brenntag und Evonik. Auch Steag, Medion, Ferrostaal, die Funke Mediengruppe und weitere erfolgreiche Unternehmen sind in Essen beheimatet. Diese Wirtschaftsriesen verschaffen kleinen bis mittleren Unternehmen große Auftragsvolumen und lassen die lokale Ökonomie aufblühen. Zwischen 2004 und 2014 stieg das Bruttoinlandsprodukt in Essen um 31,9% an – einen noch höheren Anstieg verzeichneten lediglich die Städte München und Berlin.

Während 1951 gerade einmal 32% der damals 71.000 Beschäftigten im tertiären Sektor tätig waren, stieg diese Zahl bis 2016 auf knapp 200.000 Dienstleister bzw. 84,3% der Essener Beschäftigten an. Damit verzeichnet die ehemalige Industriestadt deutschlandweit eine überdurchschnittlich hohe Beschäftigungsrate im tertiären Sektor. Unternehmen aus der Energiewirtschaft, der Gesundheitsbranche, dem Grundstücks- und Wohnungswesen, dem Gastgewerbe, der Kreativwirtschaft, dem ITK-Sektor und anderen Dienstleistungsbranchen bestimmen den generell ausgewogenen Branchenmix in Essen.

Die Messe im südlichen Stadtteil Rüttenscheid hat eine Ausstellungsfläche von 110.000m² sowie 20.000m² Freigelände. Daneben verfügt das 1913 gegründete Unternehmen über drei Kongresscenter und eine Veranstaltungshalle. Die direkte Nachbarschaft zum Grugapark als Essens größte innerstädtische Grünfläche sorgt für einen noch höheren Anziehungsfaktor auf die jährlich etwa 1,5 Millionen Besucher. Von den 63 Messeveranstaltungen klassifizieren sich zehn als internationale Leitmessen. 

Hotels und Hostels

Stadtkern/Hauptbahnhof:

Welcome Hotel Essen
Schützenbahn 58
4 Sterne, untere Preisklasse ab 46 €

TOP CCL Hotel Essener Hof
Am Handelshof 5
4 Sterne, mittlere Preisklasse ab 62 €

Petul Apart Hotel “City Premium”
Henriettenstraße 1
3 Sterne, mittlere Preisklasse ab 63 €

Hotel Motel One Essen
Kennedyplatz 3
2 Sterne, mittlere Preisklasse ab 69 €

 

Westviertel:

B&B Hotel Essen
Helmut-Käutner-Straße 4
2 Sterne, untere Preisklasse ab 58 €

Holiday Inn Express Essen – City Centre
Thea-Leymann-Straße 11
3 Sterne, mittlere Preisklasse ab 71 €

 

Südviertel:

Mercure Hotel Plaza Essen
Bismarckstraße 48-50
4 Sterne, untere Preisklasse ab 59 €

Sheraton Essen Hotel
Huyssenallee 55
4 Sterne, gehobene Preisklasse ab 105 €

 

Messe/Grugapark:

Hotel an der Gruga
Eduard-Lucas-Straße 17
3 Sterne, mittlere Preisklasse ab 67 €

Atlantic Congress Hotel Essen
Norbertstraße 2A
4 Sterne, gehobene Preisklasse ab 109 €

 

M1 Büro- und Gewerbepark:

Ibis budget Hotel Essen Nord
Am Lichtbogen 1
1 Stern, untere Preisklasse ab 41 €